über mich

Lebenslauf

Geboren wurde ich 1972 in Wilhelmshaven. Nach Abschluss der Schule habe ich meinen Zivildienst in einer evangelischen Kirchengemeinde geleistet. Ab 1993 studierte ich sieben Semester Soziologie, Philosophie und Slawische Philologie in Oldenburg. Das Studium habe ich wie ich immer sage, erfolgreich abgebrochen. Es folgten diverse Jobs von Tanke über Küche bis Call-Center, die es mir erlaubten, nebenbei noch Musik machen zu können. 2008 schloss ich meine Ausbildung zum Fahrradmechaniker ab und gründete die private Musikschule Saitenblicke. So viel zum 'normalen' Lebenslauf. Die Musikalität habe ich wohl von meinem Großvater geerbt, der seinerzeit Kirchenorganist und Leiter eines Kirchenchors war.


Musikalischer Werdegang

Meine musikalische Laufbahn begann mit etwa zwölf Jahren als ich anfing, Gitarre zu spielen. Eigentlich wollte ich immer Schlagzeug spielen, was jedoch aus mehreren Gründen nicht möglich war. Die ersten zwei Jahre hatte ich sehr altbackenen Unterricht in klassischer Gitarre und Flamenco auf einem geliehenen Instrument. Ich wollte irgendwann andere Sachen spielen und fand dann in Peter Koobs einen exzellenten Gitarrenlehrer. Von ihm kaufte ich mir auch meine erste Klassik-Gitarre, die mittlerweile Autogramme von zum Beispiel Achim Reichel oder Heinz Rudolf Kunze ziert. Koobs zeigte mir das Wesentliche beim Gitarre-Spielen und hat mich vom stupiden Noten-mit-dem-Instrument-Abspielen weggeführt. Bei ihm lernte ich unter anderem wie man Pop- und Rock-Songs anständig begleitet.

Mit sechzehn kaufte ich mir für 50,- DM meinen ersten gebrauchten E-Bass, den ich ebenfalls heute noch besitze. Für mich tat sich eine völlig neue Klangwelt auf. Zunächst dudelte ich mir den Wolf auf dem Bass, da ich stets der Beste und der Schnellste sein wollte. Doch irgendwann fragte mich jemand, warum ich auf dem Bass Gitarre spiele und nicht Bass. Für mich war dies die erste Initialzündung nach dem Motto 'Wenig ist oft mehr'. Seitdem hat sich bei mir die Maxime herauskristallisiert, dass man als musizierender Mensch als erstes für den Song spielt, als zweites für die Band und als drittes vielleicht ein bisschen für sich. 2001 konnte ich Schlagzeug in der schortenser Metal-Band Roaring Master spielen. Ein Kindheitstraum wurde endlich wahr.

In Bands spiele ich seit meinem 14. Lebensjahr. Seitdem verging nicht ein einziger Tag in meinem Leben, an dem ich nicht in irgendeiner Band gespielt habe - ein großer wertvoller Fundus von lehrreichen Erfahrungen. Die wichtigsten Stationen waren beziehungsweise sind bis heute Sonic Smoke, Meine Herren, Backyard, Kortex und die Jade 4-String Band - sie alle sind auf den Seiten 'aktuelle Bands' oder 'ehemalige Bands' zu finden.

Mit etwa Anfang dreißig kam die Ukulele in mein Leben, ein Instrument, das so gut wie jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. An der VHS Oldenburg habe ich später dann mehrere Jahre Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene angeboten. Mittlerweile leite ich das 2020 gegründete vareler Ukulele-Orchester Jade 4-String Band an.

Am 01. Juli 2008 gründete ich meine private Musikschule Saitenblicke, die ich seitdem bis heute hauptberuflich betreibe. Im Unterricht versuche ich, all die Erfahrungen, die ich über Jahrzehnte gesammelt habe, an meine Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Fester Bestandteil davon sind Schülerkonzerte. Auf einem Konzert beim Musizieren mit anderen Menschen lernt man dreimal so viel wie in zwei Monaten Einzelunterricht. Das ist zumindest meine Einschätzung.


Achso, Musik habe ich übrigens nie studiert. Das Wissen habe ich mir stets selbst angeeignet. Sehr hilfreich waren dabei mehrere Jahre in einer WG, von der zwei Mitbewohner selber Musik studierten. Dadurch bekam ich einen gewissen Grundstock mit auf den Weg, den ich auch heute noch immer weiter ausbaue.

Zum Schluss noch eine Übersicht der Instrumente, die ich erlernt habe, beziehungsweise noch erlerne oder angefangen habe: Akustik-Gitarre, E-Gitarre, Kontragitarre, Ukulele (alle Größen und Stimmungen), Mandoline, Laute, Akustik-Bass, E-Bass, Bass-Ukulele, Schlagzeug, Kazoo, Nasenflöte, Trompete und ein ganz kleines bisschen Klavier. Man lernt nie aus. Vielleicht wäre da die Triangel im Ganzen doch etwas einfacher gewesen. Denn wie sagte schon Sergej Rachmaninow:

Die Musik reicht aus für ein ganzes Leben. Ein ganzes Leben reicht nicht aus für die Musik.

In diesem Sinne, musikalische Grüße!

Stephan Döring